Erste demenzfreundliche Bestatterin der Schweiz

Immer öfter ist bei einem Todesfall in der Familie eine nahestehende Person von einer Demenz-
erkrankung betroffen. Mit ihrer Ausbildung zur ersten demenzfreundlichen Bestatterin in der
Schweiz ermöglicht es Gabriela Lorch von Adora Bestattungen, demenzerkrankte Angehörige in
die Trauer und in den Abschied mit einzubeziehen. «Die Seele vergisst nie.»
Die Konfrontation mit einem Sterbefall stellt
für eine Familie neben der Trauer und dem Abschied
immer eine organisatorische Herausforderung dar.
Ganz besonders, wenn nahestehende Hinterblie-
bene an Demenz erkrankt sind. «Sagen wir einfach
nichts, da der Todesfall sowieso nicht wahrgenom-
men werden kann?» «Beziehen wir die demenzer-
krankte Person mit in den Abschied ein, auch wenn
die Situation schwierig werden könnte?» Diese und
weitere Fragen stellen sich die Familien neben dem
Verlust eines Elternteils, eines Partners, eines Kin-
des oder eines Geschwisters. Als erste demenz-
freundliche Bestatterin steht Gabriela Lorch von
Adora Bestattungen den Familien zur Seite und
zeigt mögliche Wege auf. «Je nach konkreter Situa-
tion können Menschen mit Demenz gut in die
Gestaltung eines demenzfreundlichen Abschieds
oder einer demenzfreundlichen Trauerfeier einbe-
zogen werden.» Neben viel Empathie und Erfah-
rung als Trauerrednerin bringt Gabriela Lorch eine
bislang in der Schweiz einzigartige Ausbildung mit.
In einem mehrtägigen Präsenzkurs in Deutschland
und in einem vertiefenden Onlineteil hat sie die
Vielschichtigkeit dieser Thematik kennengelernt.
«Je nach Art, Schwere und momentaner Verfas-
sung äussert sich eine Demenzerkrankung ganz
unterschiedlich», erklärt die innovative Bestatte-
rin. «Unter Einbezug der Familienangehörigen und
eventuell auch von betreuenden Pflegefachleuten
setze ich die Erkenntnisse der Ausbildung seit
zwei Jahren erfolgreich ein, um auch demenziell
Erkrankten einen Raum zu geben, ihrem Trauer-
bedürfnis bestmöglich nachzukommen.» Gabriela
Lorch ist überzeugt, dass in lichten Momenten tief
verankerte Erinnerungen angesprochen werden
können. Zu ihren Vorbereitungsarbeiten gehört
auch die Organisation von Transporten und die
Suche nach Rückzugsorten, sollte die Situation
für die demenzerkrankte Person überfordernd
werden. So liegt es ganz an der Trauerfamilie, den
Weg des Abschieds mit oder ohne die demenziell
erkrankte Person zu gehen. In den meisten Fällen
lohnt es sich, den Mehraufwand nicht zu scheuen
und eine der rund 150 000 an Demenz erkrankten
Personen in der Schweiz nicht auszuschliessen.
«Sprechen Sie uns doch bereits im Vorfeld eines zu
erwartenden Sterbefalles unverbindlich an, um die
Thematik mit der notwendigen Ruhe erörtern zu
können», rät Gabriela Lorch.
Seit einem Jahr auch in Gränichen domiziliert
Für ein stilles Abschiednehmen in einer würdevol-
len, warmen Atmosphäre steht der Bestatterin seit
einem Jahr ein zusätzlicher Standort im Zentrum
von Gränichen zur Verfügung. Nach dem Leitge-
danken «Ihre Liebsten in guten Händen» beglei-
tet Gabriela Lorch die Verstorbenen respekt- und
würdevoll und ermöglicht den Hinterbliebenen ei-
nen liebevollen Abschied in Diskretion und Ruhe.
Aus ihrer langjährigen Erfahrung weiss sie, dass
die Trauer von jedem Menschen anders verarbei-
tetet wird. So setzt sich die Inhaberin von Adora
Bestattungen täglich dafür ein, den Trauernden
den individuellen Raum geben zu können, um
mit dem Verlust umgehen zu können. «Es ist mir
ein grosses Anliegen, auf Ihre ganz persönlichen
Bestattungswünsche einzugehen. Mit Wärme und
Herzlichkeit stehe ich Ihnen bei», steht Gabriela
Lorch hinter ihrer Berufung.

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