top of page

Erste demenzfreundliche Bestatterin der Schweiz

2. Juni
2 Min. Lesezeit

Immer öfter ist bei einem Todesfall in der Familie eine nahestehende Person von einer Demenz-

erkrankung betroffen. Mit ihrer Ausbildung zur ersten demenzfreundlichen Bestatterin in der

Schweiz ermöglicht es Gabriela Lorch von Adora Bestattungen, demenzerkrankte Angehörige in

die Trauer und in den Abschied mit einzubeziehen. «Die Seele vergisst nie.»


Die Konfrontation mit einem Sterbefall stellt

für eine Familie neben der Trauer und dem Abschied

immer eine organisatorische Herausforderung dar.

Ganz besonders, wenn nahestehende Hinterblie-

bene an Demenz erkrankt sind. «Sagen wir einfach

nichts, da der Todesfall sowieso nicht wahrgenom-

men werden kann?» «Beziehen wir die demenzer-

krankte Person mit in den Abschied ein, auch wenn

die Situation schwierig werden könnte?» Diese und

weitere Fragen stellen sich die Familien neben dem

Verlust eines Elternteils, eines Partners, eines Kin-

des oder eines Geschwisters. Als erste demenz-

freundliche Bestatterin steht Gabriela Lorch von

Adora Bestattungen den Familien zur Seite und

zeigt mögliche Wege auf. «Je nach konkreter Situa-

tion können Menschen mit Demenz gut in die

Gestaltung eines demenzfreundlichen Abschieds

oder einer demenzfreundlichen Trauerfeier einbe-

zogen werden.» Neben viel Empathie und Erfah-

rung als Trauerrednerin bringt Gabriela Lorch eine

bislang in der Schweiz einzigartige Ausbildung mit.

In einem mehrtägigen Präsenzkurs in Deutschland


und in einem vertiefenden Onlineteil hat sie die

Vielschichtigkeit dieser Thematik kennengelernt.

«Je nach Art, Schwere und momentaner Verfas-

sung äussert sich eine Demenzerkrankung ganz

unterschiedlich», erklärt die innovative Bestatte-

rin. «Unter Einbezug der Familienangehörigen und

eventuell auch von betreuenden Pflegefachleuten

setze ich die Erkenntnisse der Ausbildung seit

zwei Jahren erfolgreich ein, um auch demenziell

Erkrankten einen Raum zu geben, ihrem Trauer-

bedürfnis bestmöglich nachzukommen.» Gabriela

Lorch ist überzeugt, dass in lichten Momenten tief

verankerte Erinnerungen angesprochen werden

können. Zu ihren Vorbereitungsarbeiten gehört

auch die Organisation von Transporten und die

Suche nach Rückzugsorten, sollte die Situation

für die demenzerkrankte Person überfordernd

werden. So liegt es ganz an der Trauerfamilie, den

Weg des Abschieds mit oder ohne die demenziell

erkrankte Person zu gehen. In den meisten Fällen

lohnt es sich, den Mehraufwand nicht zu scheuen

und eine der rund 150 000 an Demenz erkrankten

Personen in der Schweiz nicht auszuschliessen.

«Sprechen Sie uns doch bereits im Vorfeld eines zu

erwartenden Sterbefalles unverbindlich an, um die

Thematik mit der notwendigen Ruhe erörtern zu

können», rät Gabriela Lorch.


Seit einem Jahr auch in Gränichen domiziliert

Für ein stilles Abschiednehmen in einer würdevol-

len, warmen Atmosphäre steht der Bestatterin seit

einem Jahr ein zusätzlicher Standort im Zentrum

von Gränichen zur Verfügung. Nach dem Leitge-

danken «Ihre Liebsten in guten Händen» beglei-

tet Gabriela Lorch die Verstorbenen respekt- und

würdevoll und ermöglicht den Hinterbliebenen ei-

nen liebevollen Abschied in Diskretion und Ruhe.

Aus ihrer langjährigen Erfahrung weiss sie, dass

die Trauer von jedem Menschen anders verarbei-

tetet wird. So setzt sich die Inhaberin von Adora

Bestattungen täglich dafür ein, den Trauernden

den individuellen Raum geben zu können, um

mit dem Verlust umgehen zu können. «Es ist mir

ein grosses Anliegen, auf Ihre ganz persönlichen

Bestattungswünsche einzugehen. Mit Wärme und

Herzlichkeit stehe ich Ihnen bei», steht Gabriela

Lorch hinter ihrer Berufung.

 
 
 

Kommentare


bottom of page